Spontan-Aktion zur Kulturnacht

von Online-Red. KPGA

„Die Flüchtlinge“ waren spontan Thema der Andernacher Kulturnacht. Eine Initiativgruppe, die sich ein paar Tage zuvor aus einem Impuls in der Sonntagsmesse heraus gebildet hatte, überlegte miteinander, auf welche Art man in der Kulturnacht an das Schicksal der Flüchtlinge erinnern, und zu einer Willkommens-Kultur aufrufen kann. Das Ergebnis war eine „Installation“ zum Thema „Flucht ist ein Dauer-Thema“ auch für uns. Im Rückblick auf die großen Fluchtbewegungen in unseren Breiten im vergangenen Jahrhundert wird nämlich deutlich, dass wir bei uns schon ganz andere Zahlen von Flüchtlingen hatten, die bei uns neue Heimat gesucht und gefunden haben. Und warum soll 2015 nicht möglich sein, was schon nach dem 2. Weltkrieg, in der Zeit der Fluchtbewegung aus der DDR oder nach dem Fall des eisernen Vorhangs möglich war...

 

So entstand die Ausstellung von Bildern und Impulsen an einem Roten Faden, der aus einem Rettungsseil durch das Hauptschiff des Domes gespannt war. Vorne an den Altarstufen sammelte ein Text die Gedanken und ließ Fragen, Zweifel und Hoffnung zum Gebet werden.

 

Viele Besucher stellten eine Kerze auf die Altarstufen – zum Gedenken an die Flüchtlinge, die in den Booten und Lastwagen der Schlepper umgekommen sind.

 

Besonders anziehend wirkte nach aussen die Beleuchtung des Domes. Die Fenster schimmerten in Rot, Blau und Grün und zogen viele Besucher an. Dank der spontanen Unterstützung der Fa. ZeusAudio konnte der Dom in dieser Nacht innen in einem besonderen Licht erstrahlen, das auf die Ausstellung abgestimmt war.

 

All das ließ viele interessierte Besucher der Kulturnacht in den Dom kommen, weil sich rumgesprochen hatte, dass es dort „was zu sehen und zu erleben“ gebe... Auch wen der Dom nicht an den klassischen Schlenderwegen der Kulturnacht liegt, war während der Öffnungszeit bis 24.00 Uhr ständig Betrieb - und immer wieder kamen neue Leute (manche kamen sogar zweimal...)

 

Das Ziel der Aktion war erreicht: Die Flüchtlinge waren an diesem Abend oftmals „Thema“ in der Stadt. Und das hat eine Menge Leute bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Danke denen, die mitgemacht haben und das Wagnis eingegangen sind, innerhalb von 5 Tagen solch ein Projekt auf die Beine zu stellen.

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