Rückblick auf den ZDF-Fernsehgottesdienst zum Ersten Advent 2017

Der langen Vorbereitungszeit folgten schließlich 3 bewegte Tage vom 1. – 3. Dezember 2017. Auch als Freitag gegen Mittag der erste Technik-Truck auf den Domplatz führ, ahnte hier keiner wirklich, welch großer technischer Aufwand hinter der Produktion stehen würde. Nach und nach rollten Kisten und Container in die Kirche, aus denen Unmengen an Scheinwerfern, Kabel und Kameras gepackt wurden. Mit der Zeit bekam die Kirche ein ganz neues Licht… Wunderschön.

Am Samstag standen morgens Voraufzeichnungen auf dem Programm. Die Begrüßung vor der Kirche, die Kommunionmeditation und ein paar weitere Bildsequenzen, die am Sonntag nicht live produziert werden konnten. Nachmittags setzte sich bei den Stell- und Tonproben erstmals das Mosaikbild des Fernsehgottesdienstes zusammen. Chöre, Musiker, Messdiener, Liturgen, Beleuchter, Regie und Tontechnik – alle brachten ihr Können und Know-How ein, sodass am Ende des Tages eine Generalprobe stand, in der erstmals das „Gesamtkunstwerk“ sichtbar wurde, an dem eben auch Viele hinter der Kamera ihren Anteil haben.

Am Sonntag lief alles wunderbar ruhig und unkompliziert ab. Die Kirche füllte sich erstmals von vorne nach hinten. Das kennt man sonst anders herum. Kaum einer der Gottesdienstbesucher ahnte, wieviel Technik und Kilometer von Kabel gut versteckt und wegdekoriert um sie herum war. Dezent und fast unauffällig bewegten sich die Kameras und die Kabelhelfer durch den Raum. Die Zeit war im Vorhinein gut abgestimmt, sodass keine Hektik aufkommen musste. Ein wunderschöner und für 44:30′ trotzdem relativ entschleunigter Gottesdienst ging über den Sender. Um 10.15 Uhr blendete der Regisseur uns mit dem Bild des großen Sterns im Mittelschiff aus. Alles hat auf die Sekunde gestimmt.  Während die ersten Gottesdienstbesucher schon zum Pfarrheim eilen, um dort mit der ganzen Mannschaft vor und hinter der Kamera gleich  zum ersten Mal die Aufzeichnung auf Großbildleinwand anzusehen, stehen die ersten 10 Telefonisten schon bereit für ihren Dienst, die Anrufe der Zuschauerinnen und Zuschauer entgegen zu nehmen. Bis 19 Uhr werden die Telefone unaufhörlich klingeln ( auch das hätte vorher keiner für möglich gehalten). Am Ende bleiben rund 450 Notizzettel über die Gespräche, die Menschen unserer Gemeinden mit vorwiegend älteren Anrufern aus allen Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz geführt haben. Die meisten loben den Gottesdienst, die Vielfalt der Akteure und zugleich die Einheit der Feier in der wunderschön ausgeleuchteten Kirche. Manche wollen Predigt oder Kommunionmeditation als Text haben, andere fragen nach Postkarten oder dem Krankenbrief.

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