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Lampen frieren in den Straßen
Sorgen lasten auf den Dächern
Sehnsucht späht aus den Fenstern.
Wir heben unsere Augen auf zu den Bergen
woher kommt uns Hilfe?
Alle Hoffnung weißt auf das Kind
das unser Leben heilen will.

 

H.C. Westphal

 

 

Corona hat uns alle fest im Griff. Neben der Sorge um Gesundheit und Existenz, dem Schmerz über den Verlust der Unbeschwertheit im Umgang mit lieben und noch fremden Menschen, dem Stöhnen über alltägliche Einschränkungen, dem Aushalten der Ungewissheit wie es weiter gehen wird, vermissen wir alle das ungezwungene Miteinander und das gemeinsame Erleben vertrauter Rituale. Und so fragen sich schon jetzt nicht wenige, wie das denn bloß werden soll mit Advent und Weihachten. Kein Bummeln über den Weihnachtsmarkt, keine gesellige Feiern mit den Kolleginnen und Kollegen, kein gemeinsames Singen der schönen Lieder, kein Weihnachtsoratorium und vielleicht nicht mal ein Zusammenkommen unterm Weihnachtsbaum im großen Familien- oder Freundeskreis.

Und doch findet Weihnachten statt.

Und doch wird das Kind in der Krippe liegen.

Und doch wird das Licht der Welt das Licht der Welt erblicken.

Könnte nicht eine Chance liegen im ungewohnten Stillstand und der notwendigen Reduzierung die Wunder der Weihnacht noch einmal ganz neu zu entdecken?

Wie wäre es mit einem „StraßeneckenAdvent“ ?

Sein Sie mutig und laden Sie ihre Nachbarn zu einem Viertelstündchen auf die Straße ein. Das geht auch, wenn wir weiter auf Abstand leben müssen.

Es gibt so viele schöne Gedichte, Erzählungen und Geschichten, die  einstimmen wollen auf das Weihnachtsfest. Die von der Hoffnung und der Freude und dem Wunder der Weihnacht erzählen. Teilen Sie ihre Lieblingstexte mit den anderen. Und es gibt die wunderbaren Lieder, die wir miteinander singen können. Wenn Singen nicht geht, dann versuchen Sie mal zu Summen. Ja, das ist ungewohnt, aber schön. Wirklich! Vielleicht spielt jemand ein Instrument dazu, dann klingt es noch schöner. Zwei, drei Lieder, dazwischen zwei Texte, mehr braucht es nicht. Eine leuchtende Kerze in einer Laterne ist schön, aber auch nicht unbedingt nötig.

Wir dürfen uns in der Öffentlichkeit aber doch gar nicht versammeln?!

Das ist richtig, aber zwei Hausstände gehen doch. So könnten wir den Advent am 29. November beginnen. Und vielleicht geht es dann am 2. oder 3. Adventsonntag schon wieder mit ein paar mehr Nachbarn. Oder Sie erzählen am Telefon dem ein oder anderen vom StraßeneckenAdvent. Und dann gibt es vielleicht noch andere kleine Adventfeiern an anderen Straßenecken und vor anderen Haustüren. Wenn es hart auf hart kommt, dann ist auch eine StraßeneckenWeihnacht möglich. Und trotz der physischen Distanz sind wir tröstlich und hoffnungsvoll miteinander verbunden.