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Corona verändert uns. Das merken wir allenthalben. Auch in der Kirche, im normalen Alltag des Kirchenjahres, aber auch an den Sonn- und Feiertagen. Distanz- und Abstandsgebote sind wertvoll, weil sie uns schützen. Aber sie machen die Begegnung schwer. Begegnung und Gemeinschaft jeder Art – ob gesellig oder ob geistlich – kann nicht mehr stattfinden, sobald eine gewisse Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreicht ist. Darunter leidet auch die Gemeinschaft der Christen. Aber wir merken auch, dass da, wo etwas wegfällt, plötzlich Platz für Neues entsteht. Vielleicht ist das ja auch gar nicht übertrieben, wenn wir glauben, dass Gott uns auch in der Phase der Pandemie und ihrer Unterbrechungen des Gewohnten neue Wege auftun will, den Glauben zu leben – und das in kleineren Gemeinschaften, als wir das bisher gewohnt waren. Konkret denke ich an verschiedene Interessengruppen und Initiativen, die sich in der Corona-Zeit eben zu Hause, im Garten oder im Wohnzimmer versammeln, um miteinander ganz neue Formen von Gottesdienst auszuprobieren. Leitend ist dabei die Sehnsucht, miteinander in kleinem Kreis dem eigenen Glauben Ausdruck zu geben und ihn zu stärken – meist durch den Zuspruch, den die hl. Schrift in sich trägt, manchmal auch in der Feier der Eucharistie in der Gruppe. Es gibt aber auch Menschen, die treffen sich gerne im Kirchenraum, um hier einfach nur still miteinander zu beten und in der Anbetung „Zeit vor Gott“ zu verbringen. Andere suchen Gleichgesinnte, um aus dem, was das Evangelium an Anspruch und Zuspruch bietet, das eigene Leben zu gestalten und im gemeinsamen Austausch darüber zu stehen. Manche suchen eine Spiritualität im Alltag, die das Himmlische erdet – ein bisschen mehr, als einfach nur der Sonntagsgottesdienst.

Da gibt es junge Menschen, die nach Formen von Gemeinschaft suchen, weil sie merken, dass man alleine mit seinem Glauben auch schnell nicht mehr weiter weiß. Da gibt es aber auch ältere, lebenserfahrene Menschen, die.im Rückblick auf Vieles im Leben die führende Hand Gottes beschreiben könnten.

All diese Sehnsucht, Wünsche und Ideen mal zusammenzubringen, das ist der Anlass für das „Forum Glauben leben“, zu dem wir seitens des Pastoralteams am Mittwoch, 28. Oktober 2020 um 19:00 Uhr ins Pfarrheim Maria Himmelfahrt einladen.

Wir glauben, dass nicht wenige Menschen auf der Suche sind, ihrem Glauben in der gegenwärtigen Zeit einen Ausdruck zu geben. Viele suchen nach Möglichkeiten, Gemeinschaft der Glaubenden zu erfahren und den Glauben für das Leben fruchtbar zu machen.

Da man dies nicht aus Büchern lernen oder über Erklärfilme im Internet konsumieren kann, braucht es den Austausch und die Erfahrung einer Gemeinschaft mit Menschen, die – genauso wie man selbst – durch Taufe und Firmung mit Gottes gutem und kreativem Geist ausgestattet sind. Man müsste ihm nur Raum zum Wirken geben…

Wir möchten an diesem Abend allen Interessierten einfach mal vorstellen, was es an Initiativen bei uns gibt. Und dann sammeln wir miteinander weitere Ideen und Ansätze für gemeindliches Leben an der Basis, das sich am Evangelium orientieren will. Da kann alles Mögliche zusammen kommen… Vielleicht gelingt es dann in einem dritten Schritt für die eine oder andere Idee Interessenten zu finden: Frauen, Männer, Jugendliche, die innerhalb der großen Pfarreiengemeinschaft eine eigene kleine „Gemeinde“ bilden und dafür eine selbstgewählte Verbindlichkeit vereinbaren wollen.

Die Idee an sich ist nicht neu. Von „Basisgemeinden“ sprach man vor vielen Jahren schon, „Hauskirchen“ sind in den Städten voll im Trend. „Orte von Kirche“ war ein Stichwort der Bistumssynode in Trier – und meint eigentlich genau solche eigenständigen kleinen Gemeinschaften innerhalb der großen Pfarrei. Die Corona-Zeit nimmt uns derzeit Vieles vom gewohnten Gemeindeleben in der Pfarrei.

Warum sollten wir jetzt diese Leer-Räume nicht mit neuem Leben füllen? Haben Sie Lust und Interesse dazu?

Dann seien Sie herzlich Willkommen am Mittwoch, 28. Oktober 2020 um 19:00 Uhr im Himmelfahrter Pfarrheim. Ordnungsgemäß gibt’s auch da eine Teilnehmerliste. Wenn Sie sich vorher im Pfarrbüro anmelden, machen Sie uns die Schreiberei etwas einfacher. Sie können aber auch spontan kommen…