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Hüter einer tausendjährigen Tradition

Der Regensburger Sergius-Chor

 

Das Ensemble formierte sich in seiner heutigen Gestalt im Jahr 1981 aus einer Vereinigung von Sängerinnen und Sängern, die an der Kirchenmusik des orthodoxen Ostens, vor allem in ihrer kirchenslawischen Form, interessiert sind. Unter der Leitung von Georg Hahn, der in der ostkirchlichen Tradition aufgewachsen ist und die Diakonsweihe erhalten hat, kommen die Mitglieder des Chors seitdem aus verschiedenen Gebieten Deutschlands zusammen, um in den Reichtum dieses Genres einzudringen und ihn an andere Menschen weiter zu vermitteln.

 

Aus der Zusammenarbeit mit der Byzantinischen Dekanie der Benediktinerabtei Niederalt-aich am Beginn seines Wirkens entwickelte der Chor eine rege Betätigung auf dem Gebiet der Liturgiegestaltung – gleichermaßen für katholische wie für orthodoxe Gemeinden in- und außerhalb Deutschlands. Schwerpunktmäßig waren dabei immer wieder Veranstaltungen im Rahmen der Regensburger Orthodox-Katholischen Symposien, entsprechend der Bedeutung unserer Stadt als Brücke nach Osten.

 

Zu den Liturgien kamen bald auch Konzerte, und im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1000jährigen Jubiläum der Taufe der Kiewer Rus` 1988 wurde der Chor häufig eingeladen, an Gottesdiensten, Festakten und Symposien in verschiedenen Städten der Bundesrepublik mitzuwirken. Hiermit und durch seine Teilnahme an verschiedenen Rundfunk- und Fernsehsendungen hat das Ensemble entscheidend dazu beitragen können, die Spiritualität ostkirchlicher Theologie und ihre Ausformung in der Musik einer breiten Zuhörerschaft zugänglich zu machen.

 

Da die Mitglieder auch mit dem westlichen Chorgesang bestens vertraut sind – viele von ihnen erhielten ihre Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen – und sich auf beiden Gebieten um eine authentische Interpretation bemühen, sieht sich das Ensemble in einer Mittler- und Vermittlerfunktion, die über eine ausschließlich musikalisch-konzertante Ebene hinausweist und der gerade in Zeiten einer wieder schwieriger gewordenen Ökumene eine besondere Bedeutung zukommt.